Fotografie als Hobby – warum?

Keine Ahnung wieso, aber gerade im Urlaub und bei besonderen Anlässen hatte ich immer den Wunsch, mich gerne über Bilder – später auch Filme – an diese Momente zu erinnern. Schon als Kind bekam ich eine Kamera zum Geburtstag geschenkt. Eine Smena SL aus russischer Fabrikation, analog natürlich. Über die Zeit des Studiums und der ersten Arbeitsjahre verlor sich das ein wenig und lebte in größerem Umfang erst wieder in den 90er Jahren auf. Die neue Kamera war eine Minolta AF. Auch noch analog.
Immerhin hatte man zu diesen Zeiten noch gut überlegt, was man fotografiert…ab dem digitalen Zeitalter und erschwinglicher Speicherkapazität kein Thema mehr. Es wurde fotografiert was das Zeug hält und selbst schlechte Aufnahmen hatte ja wenigstens „schemenhaften“ Erinnerungswert.

Wer sich selbst mit den Handyfotos abspeisen kann, wird eher nicht zum Hobbyfotografen, aber der eine oder andere wird sich wohl dafür halten. Auf dem realtiv kleinen Display verschwinden die Mängel, die man erst auf größerer Bildfläche wirklich gut beurteilen kann. Das gleiche Problem tritt übrigens auch auf den Displays der digitalen Spiegelreflexkameras (DSLR) auf. Selbst beim Hineinzoomen kann man Unschärfen nicht wirklich gut erkennen. Ich jedenfalls nicht.

Will man das Fotografieren also als Hobby betreiben, sollte man sich klarmachen, dass viel Zeitaufwand und Materialeinsatz auf einen zukommen. Letzteres kann man steuern. Die teuerste Kamera muss nicht das beste Foto machen…nee, das macht der Fotograf. Und genau da muss er die Zeit investieren: in das Erlernen der Grundlagen und Fototechniken.
Zu sehen, wie man das eigene Wissen und Können entwickelt, die vielen Aha-Effekte beim Begreifen der Zusammenhänge von Blende, Zeit und ISO…das ist es was die Schönheit dieses Hobbys ausmacht.

Plötzlich kann man anderen Freude bereiten, Geschenke machen (Fotobücher, Diashows, Online-Bildergalerien etc.) und bekommt Anerkennung für besonders schöne Fotos. Wem das erstrebenswert erscheint, der sollte echt darüber nachdenken, dieses Hobby zu betreiben.

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